VOLKSTANZ

Geschichtliches aus unserer Heimat

Deutschland war früher eine Art Vielvölkerstaat mit vielen kleinen, zum Teil eigenständig regierten Fürstentümern und Herrschaften, die sich erst im 19. Jahrhundert zu einem gesamtdeutschen Kaiserreich vereinten.

Die Menschen identifizierten sich zu dieser Zeit viel mehr als heute über ihre Heimat und deren Sitten und Gebräuche.

Die ehemalige Herrschaft Rheda ist das Gebiet, in dem wir uns heute befinden. Wiedenbrück dagegen gehörte schon wieder zum Amt Reckenberg. Zur damaligen Zeit waren es also zwei Orte in obendrein verschiedenen Regierungsbezirken.

Somit verbindet unser Volkstanzkreis die beiden Orte heute im gemeinsamen Interesse an der Brauchtumspflege im Volkstanz. 


Der Volkstanz und seine Geschichte

Natürlich versuchen wir, hauptsächlich die hiesigen Tänze zu erlernen und darzubieten. Das ist gar nicht so einfach, denn die historischen Quellen sind eher spärlich.

Somit erlernen und tanzen wir bei öffentlichen Veranstaltungen auch Tänze aus benachbarten Gebieten, sind aber immer auf der Suche nach Choreographien aus früheren Zeiten der Heimat. 


Die Tracht

Die Gewänder, die wir heute bei öffentlichen Veranstaltungen tragen, sind weitgehendst an die Trachten angelehnt, wie sie schon vor Jahrhunderten im hiesigen Raum getragen wurden.

Die Männertracht ist die der Leineweber und man meint, das bekannte Denkmal in der Bielefelder Altstadt sei lebendig geworden: Schwarze Melone, blaue Weste und ein langer, weißer Mantel zieren den Mann. Dazu helle Wollstrümpfe und schwarze Schuhe.

Die Frau trägt eine auffallend reich verzierte Haube - oftmals sogar handgefertigt - , die mit einer großen Schleife gebunden wird. Die Festtagstracht hat einen roten Rock mit einem reich verzierten Mieder darüber. Eine schwarze Schürze rundet das Gesamtbild ab.